Amma's Youth 2009
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Gib dem Frieden eine Chance

5. Europäische Jugendbegegnung vom 19.-26. Juli 2009 im M.A. Center Germany

AYUDH Europe

Vom 19. bis 26. Juli 2009 strömten junge Leute von ganz Europa zum M.A. Center Germany, um an dem 5. jährlich stattfindenden Jugendaustausch teilzunehmen. "Gib dem Frieden eine Chance" war das Thema der Woche, welche zum dritten Mal großzügig von dem "Youth in Action" Programm der EU unterstützt wurde. Das Ereignis war auch registriert als Teil des "Worldwide March for Peace and Non-Violence".


Tägliches Programm

Br. Shubamrita Chaitanya und Bri. Dipamrita ChaitanyaBr. Shubamrita Chaitanya und Bri. Dipamrita Chaitanya waren die Hauptredner des Retreats. Durch ihre geistreichen und lebendigen Vorträge vermittelten sie den Jugendlichen spirituelle Prinzipien sowie konkrete, praktische Lösungen, um Frieden in unterschiedlichen Lebensbereichen herbeizuführen. Jeden Tag wurde ein anderes Thema zur Diskussion gestellt: Frieden mit dir selbst, Frieden in Beziehungen, Frieden mit fremden oder seltsamen Menschen, Frieden zwischen Religionen und Frieden mit der Natur.

Tägliche Frage- und Antwort-Stunden gaben den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, tiefer in jedes der Themen einzutauchen und ihre Fragen zu klären. Matthias Lehmann, früherer Vizepräsident des nationalen ungarischen Kommitees von AIESEC, der weltweit größten Studentenorganisation, sprach ebenfalls zu den Jugendlichen.

Jeder Tag begann mit Meditation und einem Gebet für den Weltfrieden. An den Abenden versammelten sich alle, um Bhajans zu singen und für Frieden zu beten. Die Teilnehmer/innen eines jeden Landes hatten auch ein Lied vorbereitet, oft in ihrer eigenen Sprache, welches sie dann vor den übrigen Teilnehmer/innen vortrugen. Während der Woche fanden sich häufig junge Leute zusammen, um zu singen und Musik zu machen.


Projekte der nationalen AYUDH-Gruppen

Jugendliche aus ganz EuropaSeit dem ersten Jugendaustausch im Jahr 2005 sind in den meisten europäischen Ländern AYUDH-Gruppen ins Leben gerufen worden. In den ersten drei Tagen der Konferenz präsentierten diese Gruppen ihre neuesten Projekte und Ergebnisse. Es war sehr inspirierend, die breitgefächerte Auswahl an Aktivitäten und Bemühungen zu sehen, die sie gemacht hatten, um Ammas Lehre von Liebe und Dienst in die Praxis umzusetzen.

Die Projekte waren breit gefächert: von Altenheimbesuchen bis zu Ausflügen mit behinderten Menschen, von ökologischem Gartenbau bis zu großangelegter Bienenhaltung, Waffelbacken zu Benefiz-Abendessen, um die karitativen Werke des M.A. Math zu unterstützen. Im zweiten Teil der Woche arbeiteten die Teilnehmer/innen daran, neue Projekte und Aktivitäten in ihrem jeweiligen Land zu entwickeln.


Pflanzen eines Friedens-Baums

Die Atmosphäre war sehr freudig, warm und von Akzeptanz geprägtAn den Nachmittagen hatten die Jugendlichen eine große Auswahl an Workshops, welche sie ihrem persönlichen Interesse entsprechend wählen konnten. Diese beinhalteten z.B. Umweltschutz, Persönlichkeitsentwicklung, Recycling, Steinhauen, Schauspiel, Tanz, Bhajans, Tai Chi, Voltigieren, Yoga und Meditation.

Eines der Highlights der Woche war das Pflanzen eines Friedens-Baumes auf dem Grundstück des Seminarzentrums. Jeder stimmte ein in den Gesang des Friedensgebetes "Om Lokaah Samastaah Sukhino Bhavantu - Mögen alle Wesen dieser Schöpfung glücklich und im Frieden sein", während die Teilnehmer/innen den Baum mit Wasser, Erde und Blütenblättern segneten.

Musik im WaldIn ihrer Freizeit hatten die Teilnehmer/innen die Gelegenheit, ihre Bekanntschaft mit Jugendlichen aus anderen Ländern, Kulturen und sozialem Hintergrund zu vertiefen. Die Freizeitaktivitäten enthielten Kennenlernspiele, ein Picknick in der Natur und ein Lagerfeuer, das von Musik und heiterem Singen begleitet war.

Die Atmosphäre war sehr freudig, warm und von Akzeptanz geprägt. Ein einzigartiger Zusammengehörigkeitssinn herrschte die ganze Woche über vor. Einige der Teilnehmer/innen kommen schon seit dem ersten Jugendaustausch im Jahr 2005 jährlich zum M.A.Center. Allerdings gibt es jedes Jahr auch neue Teilnehmer/innen.

AYUDH macht SpaßEs war wunderschön zu sehen, wie jeder willkommen war, Neulinge integriert wurden und jeder sich während des Programms öffnete. Viele der Teilnehmer/innen äußerten, dass sie sich als Teil einer großen Familie empfanden, so glücklich und dankbar, ihr spirituelles Interesse und den ernsthaften Wunsch teilen zu können, zusammen mit Leuten ihrer Altersgruppe für eine bessere Welt zu arbeiten, was in ihrem gewöhnlichen Umfeld oft nicht der Fall ist.


Workshop "Disziplin des Friedens"

Disziplin des FriedensAm Ende der Woche teilten die Teilnehmer/innen des Workshops “Disziplin des Friedens“ das Wissen, welches sie sich im Laufe der Woche erarbeitet hatten mit dem Rest der Gruppe. Jeder hatte nun noch mal die Möglichkeit über die Erfahrungen der letzten Woche zu reflektieren. Mit Hilfe des alten Systems des Medizinrades der Indianer wurden zusammen mit der gesamten Gruppe die folgenden kraftvollen Aussagen hinsichtlich jedes der diskutierten Themen formuliert:

"Innerer Friede ist der Schlüssel zu äusserem Frieden. Wir sollten uns die Zeit nehmen, inneren Frieden zu entwickeln, um dann fähig zu sein, diesen mit der Welt zu teilen."

"Geben in einer Beziehung ist dasselbe wie dir selbst zu geben, weil wir alle tief miteinander verbunden sind."

"Wenn wir mit unserem Herzen sehen, werden wir erkennen, dass es in Wirklichkeit keinen Unterschied zwischen den Religionen gibt. Es gibt nur eine Essenz, nach der sich alle Seelen sehnen, diese Essenz ist Liebe."

"Da wir alle Teil der Natur sind, müssen wir für sie sorgen, dann wird sie für uns sorgen. Wenn wir einmal unsere Einheit mit der Natur begreifen, werden wir erkennen, dass wir die Kraft haben, die Natur zu schützen und Umweltprobleme zu lösen."

"Ein persönliches Ziel zu haben ist wichtig, aber ein gemeinsames Ziel zu haben ist noch kraftvoller."



"Grow In" – biologischer Gemüseanbau

Grow InEines der gemeinsamen Ziele unter den Jugendlichen ist der Schutz und die Erhaltung der Natur. Inspiriert von Ammas Aufforderung, mit biologischem Gemüseanbau zu beginnen, beschloss die Jugend, ein neues Projekt zu initiieren – "Grow In" – welches Jugendliche ermutigen möchte, ihr eigenes Gemüse anzubauen – sei es in ihrem eigenen Garten oder sogar auf ihrem Balkon in der Stadt. Mit diesem Gedanken entwickelte einer der Workshops eine Serie von Video-Clips, welche als Schritt-für-Schritt-Anleitung zum biologischem Gemüseanbau dienen.

Wie es inzwischen Tradition war, gab es am letzten Abend eine Präsentation von allen Workshops. Die Vorführungen reichten von Tanz bis zu ergreifenden Liedern. Eine Modenshow zeigte sehr farbenfrohe Produkte, die aus recycletem Müll hergestellt worden waren. Meditative Bewegungen beim Tai Chi beruhigten das Publikum, während die Darbietung des Schauspiel und Rede-Workshops "Stand up – Speak Up" alle dazu aufforderte, ihre Stimme zu erheben, um öffentliches Sprechen zu üben. Applaus und Jubelrufe kannten kein Ende.

Verteilung der UrkundenVor der Abreise bekamen alle Teilnehmer/innen eine Urkunde für die Teilnahme, die vom Bürgermeister des Brombachtals, Herrn Willi Kredel, überreicht wurde. In seiner Ansprache bemerkte Herr Kredel, dass er sehr beeindruckt sei, so viele junge Leute versammelt zu sehen, um über das Thema Frieden nachzudenken. Im Angesicht dieses gemeinsamen, multikulturellen Bestrebens habe er die Hoffnung, dass der Friede tatsächlich eine Chance hat.


Resonanz in den Medien

Die lokale Presse berichtete auch über das Programm. Im TV berichtete der HR (Hessischer Rundfunk) zweimal über das Ereignis und mehrere Zeitungsartikel wurden veröffentlicht, einer davon auf der Titelseite. Die Überschrift lautete "Die Jugend gibt dem Frieden eine Chance".

einzigartiger ZusammengehörigkeitssinnEs ist schwer in Worte zu fassen, was diese einwöchige Zusammenkunft für viele der Teilnehmer/innen bedeutet hat. "Gib dem Frieden eine Chance" war weitaus mehr als nur eine Versammlung, auf der theoretisch diskutiert wurde. Es war vielmehr eine Woche, um die Einheit der Herzen zu erfahren, jenseits der Grenzen von Nationalität, Religion oder Kultur, eine Woche, um die Stärke und die Auswirkung zu entdecken, die ein gemeinsames Ziel und gemeinsame Handlung haben kann. Es war eine Woche die bewies, das Frieden tatsächlich eine Chance hat, wenn wir nur zusammenstehen und den Versuch wagen.

Auf Wuedersehen im nächsten Jahr!

Möge Amma's Youth erfolgreich sein, nicht nur beim säen der Samen in ihren Gärten, sondern auch beim nähren der Samen des Friedens in ihren Herzen, damit sie zu einem mächtigen Baum werden, der der gesamten Gesellschaft von Nutzen ist. Wie Amma in ihrem Gebet sagt:

"Möge der Baum unseres Lebens
fest im Erdboden der Liebe verwurzelt sein,
mögen gute Taten die Blätter des Baumes sein,
mögen freundliche Worte seine Blüten bilden,
und möge er Frieden als seine Früchte tragen."


– Amma



Link Foto-Slideshow

Link Kurzes Video vom Jugendretreat

   

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