Amma's Youth Logo
  AYUDH / Amma's Youth
 
Über Amma | Karitative Projekte | Tourdaten | Aktivitäten | Kontakt | e-Services / aktiv werden 
  Home Rubrikpfeil Aktivitäten Rubrikpfeil AYUDH Rubrikpfeil Artikel für Jugendliche Rubrikpfeil Auf jeden Einzelnen...
 
 

Auf jeden Einzelnen kommt es an

Von Br. Shantamrita

Amma betont immer, wie wichtig die Rolle von jedem einzelnen im Gesamtbild ist. Sie sagt, dass jeder für Weltfrieden und Harmonie verantwortlich ist und dass es nicht die Aufgabe von irgend jemand anderem ist.

Es gibt eine Geschichte von vier Leuten, die Jedermann, Jemand, Irgendeiner und Niemand hießen. Eine wichtige Aufgabe musste erledigt werden und Jedermann war sich sicher, dass Jemand es tun würde. Eigentlich hätte es Irgendeiner tun können, aber letztendlich hat es Niemand getan. Jemand hat sich darüber aufgeregt, weil es die Aufgabe von Jedermann war. Jedermann dachte, dass Irgendeiner es tun könnte, aber Niemand erkannte, dass Jedermann es nicht tun würde. Naja, zum Schluss hat dann Jedermann Jemand dafür beschuldigt, dass Niemand tat, was Irgendeiner hätte tun können.

So sagt Amma, wenn es etwas Gutes zu tun gibt, sollten wir die Ersten sein, die handeln.

Es gab ein mal einen König, der überprüfen wollte, wie treu seine Untertarnen sind. An seinem Geburtstag befahl er, dass jeder einen Krug voll Milch in einen riesigen Stahltopf gießen sollte, der sich in dem Stadtzentrum befand. Da es Tausende von Bürger in dem Königreich gab, dachte ein jeder bei sich: "Ich bin ja nur eine einzelne Person, was macht es schon aus, wenn ich einen Krug voll Wasser anstatt einem Krug voll Milch hineingieße?" Am Abend, als der König den großen Topf öffnete, sah er, dass er voll mit Wasser war! Niemand hatte Milch hineingegossen.

Es macht also wirklich einen Unterschied, was jeder Einzelne tut.

So viele Menschen haben von Amma gelernt, wie liebevoller selbstloser Dienst uns dabei hilft, über unsere körperlichen Begrenzungen hinauszugehen, um unser Inneres Potential zu erschließen und eine tiefere Quelle der Energie in uns zu finden.

Im März diesen Jahres kam wie üblich eine Gruppe von mehr als 100 Freiwilligen aus der ganzen Welt nach Indien, um bei Ammas Hausbauprojekt für die Armen mitzuhelfen. Dieses mal war die Baustelle in Nagapattinam, wo Tausende ihr Leben und Zuhause in dem Tsunami verloren hatten. Einer der Teilnehmer war ein japanischer Junge namens Takaaki, der querschnittsgelämt ist.

Takaaki ist Amma schon ein paar mal in Japan begegnet. Er hat Ammas Darshan mehrmals erhalten und gesehen, wie sie Tausende von Menschen stundenlang umarmte, ohne Pause. Von der Vorstellung, dass sie diese schreckliche Routine tagein, tagaus fortsetzte, trotz der körperlichen Beanspruchung, war er zutiefst inspiriert. Auch er wollte etwas tun, um der Welt zu helfen, aber da er im Rollstuhl festsaß und nur sehr begrenzte Kontrolle über seine Motorik hat, hatte er sich gefragt "Was kann ich tun?" Schließlich entschloss er sich, bei dem Hausbauprojekt mitzufahren, glücklich, dass er wenigstens die anderen Freiwilligen anfeuern könnte.

Als wir schliesslich auf der Baustelle ankamen, hatte Takaati eine Idee: Er bat uns, einen Gummihandschuh über seine gekrümmte Hand zu stülpen, dann einen Pinsel an dem Handschuh festzukleben, damit er ihm nicht aus der Hand fallen würde. Dann bat er darum, dass er aus dem Rollstuhl gehoben und auf ein Gerüst neben einem fertig gebautem, aber noch nicht gestrichenem Haus gesetzt werde.

Sein Freund führte seine Hand in den Farbtopf und dann, mit großer Mühe, bewegte er den Pinsel an der Wand hin und her. Die Farbe flog überall hin, bespritzte alle, die in Reichweite standen, aber niemandem schien es etwas auszumachen und keiner wollte in Deckung gehen. Die Szene war zu inspirierend, um sie zu verlassen. Eine kleine Menschenansammlung begann sich zu bilden und vielen stiegen Tränen in die Augen. Wir und er selbst bekamen wahrscheinlich mehr Farbe ab, als die ganze Wand, aber dennoch war es eine Freude, ihm zuschauen. Der lokale Gouverneur war so beeindruckt, dass er Takaaki eine traditionelle Auszeichnung für seinen Dienst überreichte.

Da es ungefähr 38º C draußen hatte fragte ich Takaaki: "Ist Dir nicht heiß und bist Du nicht müde?" Er sagte: "Mein ganzes Leben lang haben mir meine Mitmenschen geholfen. Ich bin nur glücklich, dass ich endlich etwas tun kann, um Anderen zu helfen. Ich glaube, Amma hätte das gleiche getan, wenn sie in meiner Haut stecken würde."

Nun denk' mal nach… unterscheidet uns etwas von Takaaki? Unser ganzes Leben lang sind wir auf die Hilfe Anderer angewiesen, und so können wir wie Takaaki jetzt die Gelegenheit nutzen, um von Amma die Freude zu lernen, die im Dienst an dem Nächsten liegt.

Sicherlich, unser Wachstumsprozess verlangt sicherlich viel harte Arbeit. Nach Abkürzungen zu suchen wird nur unser spirituelles Wachstum verkürzen. Wie man sagt, die Ernte ist groß, aber Arbeiter gibt es wenige. Aber genauso, wie man sich anstrengen muss, um zwei Stäbe aneinander zu reiben, um die potentielle Hitze in ihnen zum freizusetzen, so müssen wur uns auch anstrengen, um unser inneres Potential freizusetzen.

Aum Amriteswaryai Namah
   

 © Oliver Gießbach Impressum | Haftungsausschluss | Nutzungsbedingungen | Hilfe | FAQ | SiteMap Update: 28.10.2009 Seitenanfang

Home | Über Amma | Karitative Projekte | Tourdaten | Aktivitäten im deutschen Sprachraum | Meditationskurse | Satsanggruppen | Amma-Zentrum in Deutschland | Zentrum in Indien | Verein Amrita e.V. | Amma's Youth | GreenFriends | e-Services | Newsletter | Kontakt | Forum | Tourbörse | Amma-Shop | Updates

Amma.de / Amma.ch / Amma-Austria.at - Sri Mata Amritanandamayis offizielle deutschsprachige Homepage

Quelle: Amma.de - die Welt umarmen | http://www.amma.de | © Verein Amrita e.V.